Klavierduo Eckerle bezaubert im Schumannhaus


<p>Ein neues Jahr - ein neues Glück. Das Glück ist die Konzertreihe Schumann Plus, die bereits seit Jahren ihr Publikum bezaubert. Denn in dieser Reihe finden alljährlich acht Konzerte mit Künstlern der internationalen Spitzenklasse, sowie mit erlesenen Programmen statt. Kein Wunder also, dass sich die Reihe einer ständig steigenden Beliebtheit erfreut und die Tickets zumeist lange vor den Konzerten vergriffen sind. Das erste Konzert am Sonntag stand unter dem Motto "Vier Hände im Dreivierteltakt". Die vier Hände, das war das japanisch-deutsche Klavierduo Mariko Eckerle, geboren in Osaka und Volker Eckerle, geboren in Karlsruhe. Zwei Pianisten der gehobenen Klasse und seit 10 Jahren als Klavierduo Eckerle auf den bedeutenden Podien der Welt präsent. Zwei Künstler, die sich auf das Beste ergänzen, unverzichtbar für die Konzeption als Duo, die sich neben der Standardliteratur selten gehörten Werken widmen, sowie außergewöhnliche Arrangements spielen. So auch die Sinfonie Nr.3, Es-Dur, die "Rheinische" von Robert Schumann in einer Bearbeitung für Klavier zu vier Händen von Carl Reinecke. Die "Rheinische" ist wohl die bekannteste Sinfonie Schumanns. In der Version für Klavier zu vier Händen erhält das anspruchsvolle virtuose fünfsätzige Werk einen völlig veränderten Charakter, der jedoch ebenfalls von großem Reiz ist. Virtuos, mit großer Bandbreite der Dynamik und des Ausdrucks, virtuos gespielt, wobei die beiden Künstler zu einer genialen Einheit verschmolzen, die allen Anforderungen des anspruchsvollen Werkes scheinbar mühelos entsprach. Gab es im ersten Satz auch einige erstaunte Mienen, das Publikum nahm die außergewöhnliche Version zunehmend an und dankte den Künstlern zu Ende mit langem herzlichen Applaus. Im zweiten Teil des Abends erklangen Walzer, gleichfalls virtuose Stücke im Dreivierteltakt. Walzer von Robert Schumann aus "Ballszenen" op. 109, vier Walzer von Johannes Brahms op. 39, vier Walzer von Antonin Dvorak und drei Walzer von Max Reger. Wunderschöne Walzer von Komponisten, die eigentlich mehr für den ernsteren Teil der Musik stehen, aber sehr lebendige, sehr anspruchsvolle Werke, auch wenn sie sich wegen der diffizilen Tempi weniger für den Ballsaal eignen, dagegen sehr für ein professionelles Ballett. Das Publikum hatte seine helle Freude und auch den beiden Künstlern machten diese temperamentvollen Stücke sichtlich Freude. Minutelanger Applaus am Ende, und drei wundervolle Zugaben, darunter der berühmte Walzer A-Dur op. 39 von Johannes Brahms. </p>